
Welcome Cassandra
Hallo Cassandra, du bist in diesem Schuljahr neu an der IGS Rülzheim. Kannst du dich kurz vorstellen und erzählen warum du bei uns bist?
Hallo! Ich bin Cassandra und ich komme aus den Vereinigten Staaten (USA). Ich habe mein ganzes Leben in Minnesota gelebt. Ich habe keine Geschwister, aber ich habe einen süßen Hund. Ich mag tanzen, wandern, Fahrrad fahren und lesen. An der Universität studierte ich Internationale Studien und Deutsch. Ich war 2022 in Münster, um Deutsch zu lernen und zu üben. Jetzt bin ich als Fremdsprachenassistentin zurück in Deutschland. Ich habe mein Studium im Frühling 2024 abgeschlossen und ich möchte nun die Welt selbst besser sehen und verstehen.
Kannst du die Aufgaben und Tätigkeiten einer Fremdsprachenassistentin beschreiben?
Als Fremdsprachenassistentin helfe ich den Schülern ihr Englisch praktisch anzuwenden und meine Kultur persönlich kennenzulernen. Ich möchte gerne über die Geschichte der USA, meine eigene Geschichte, und das Leben in den USA heute vermitteln. Manchmal bespreche ich Kursthemen auf Englisch mit kleinen Gruppen von Schülern. Der größte Teil meiner Aufgaben ist die Kommunikation mit allen Personen in der Schule. Es ist mir wichtig, dass ich das Schulleben immer so gut wie möglich verbessere.
Warum hast du dich für eine Fremdsprachenassistenz in Deutschland entschieden?
Ich lerne seit fünf Jahren Deutsch. An der Universität habe ich es intensiv studiert und im Anschluss an mein Studium noch ein bisschen weiter. Ich mag die deutsche Sprache und ebenso die deutsche Kultur. Vielleicht möchte ich nach meinem Praktikum hier in Deutschland leben. Ich wollte Deutsch üben, es im Alltag anwenden und das deutsche Leben persönlich kennenlernen. Also habe ich entschieden, mich für eine Fremdsprachenassistenz zu bewerben. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Zusage bekommen würde! Ich freue mich sehr, in Deutschland zu sein, Leute kennenzulernen und an der IGS Rülzheim zu arbeiten.
Was sind deiner Meinung die größten Chancen, aber auch Herausforderungen von FSA?
Ich glaube, die größte Chance ist, von den Schülern und Lehrern über ihre Sichtweisen auf das deutsche und amerikanische Leben zu lernen. Ich finde es sehr interessant zu erfahren, was die Deutschen über die USA denken. Dieser Austausch hilft mir, über mein Leben und meine Verantwortung zu Hause nachzudenken. Die größte Herausforderung ist tatsächlich in der Kommunikation und Planung. Ich arbeite mit so vielen verschiedenen Kursen, die unterschiedliche Vorkenntnisse in Englisch haben. Deshalb muss ich viel mit den verschiedenen Lehrern planen. Eine kleinere Herausforderung im Alltag ist das Selbstvertrauen. Ich bin normalweise nicht schüchtern, aber ich muss mich wirklich anstrengen, um im Unterricht nicht nervös zu werden.
Was erhoffst du dir von deiner Zeit bei uns?
Ich hoffe nette neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Ich möchte die deutsche Kultur erleben und neue Ideen entdecken. Mein Heimatland hat Probleme und ich hoffe, Wege zu finden, die Situation zu verbessern.
Was hast du bisher schon alles kennengelernt rundum Rülzheim?
Ich habe hier für mich die Natur entdeckt. Sie gefällt mir sehr und der Herbst hier ist der Schönste, den ich erlebt habe. Das deutsche Essen ist interessant und auch gut. Ehrlich gesagt ist es gar nicht so anders als in den USA. Es gibt so viele internationale Essen und ich finde das toll. Ich habe auch die deutsche Bürokratie kennengelernt, die nicht so angenehm ist. Aber ich mag, dass es überall gleich ist. Wenn man das System kennt, kann man überall hingehen und alles ist gleich. Das ist bei mir zu Hause nicht der Fall.
Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen USA und Deutschland?
Smalltalk ist bei mir üblich. Dass man sich nicht so leicht mit fremdem Menschen unterhält, ist für mich eine Umstellung. Kulturell gesehen sind Amerikaner auch sehr nett. Man möchte es allen recht machen. Das bedeutet oft ein bisschen zu übertreiben. Hier ist man viel direkter, was ich als eine wirklich angenehme Abwechslung empfinde. Ein besonderer Unterschied ist, dass es sehr wenige öffentliche Trinkbrunnen gibt und man oft für die Toiletten bezahlen muss. Das mag ich nicht so sehr.
Was sollte jemand aus Deutschland, der die USA besucht, unbedingt machen oder erlebt haben?
Ich finde, bei einem Besuch in den USA ist es sehr wichtig, die Nationalparks zu erleben. Die Vereinigten Staaten sind riesig und bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme. Die Berge in Montana, die Wüsten und Canyons in Utah, die Sümpfe in Louisiana – diese Orte bieten eine unglaubliche Vielfalt. Wenn ich mich für einen entscheiden müsste, würde ich Yellowstone wählen, weil die Sehenswürdigkeiten sind besonders und bieten eine unglaubliche Vielfalt auf engstem Raum. Städte wie New York sind toll. Es gibt dort viel zu erleben, Geschichte zu entdecken und interessante Menschen kennenzulernen. Ich würde aber auch empfehlen, wenn möglich, eine kleinere Stadt zu besuchen, um zu sehen, wie der Alltag der meisten Amerikaner aussieht. Die Züge in den USA sind interessant. Sie gelten nicht als tägliches Transportmittel, aber sie sind eine tolle Möglichkeit zu reisen. Ihr solltet unbedingt auch einen Supermarkt besuchen und auf die Unterschiede achten! Was Essen und Restaurants angeht, solltet ihr unbedingt einige typisch amerikanische Gerichte probieren (besonders lecker sind sie im Süden USA). Amerikanisches ‘Bequemlichkeit Essen’ z.b. „ Biscuits and gravy, homemade Mac & Cheese, BBQ, Cheese Curds, and Chicken Pot Pie“.
Welche Message hast du abschließend für unsere Schülerinnen und Schüler, warum sie die englische Sprache gut lernen sollten?
Englisch zu lernen ist eine großartige Möglichkeit, eine internationale Denkweise zu entwickeln. Englisch ist hilfreich, wenn man in englischsprachige Länder reist, aber auch wenn man mit Menschen aus anderen Ländern kommunizieren möchte. Englisch ist noch die meistgesprochene Sprache der Welt. Wenn ihr also Menschen aus anderen Ländern, mit weniger verbreiteten Muttersprachen, treffen und euch mit ihnen austauschen wollt, ist Englisch euer bestes Mittel. Und natürlich macht es auch Spaß! Viele Lieder, Filme und Bücher sind ursprünglich auf Englisch verfasst. Wenn ihr die Sprache lernt, könnt ihr diese Dinge mehr genießen.