
Erasmus+ Schüleraustausch nach Finnland

Vom 18.04.2026 bis zum 26.04.2026 konnten dank des Programms Erasmus+ Schülerinnen und Schüler der 8ten und 9ten Stufe der IGS Rülzheim an einem kostenfreien Schüleraustausch nach Ivalo in Finnland teilnehmen. Dieser fand unter dem Motto ,,Healthy Lifestyle“ statt und stand außerdem für Verbesserung der Sprachkenntnis und Kennenlernen anderer Kulturen.
Nach unserer Anreise mit Bahn und Flugzeug kamen wir samstags abends am Flughafen in Ivalo an, wo wir von unseren Gastfamilien herzlich empfangen wurden. Nachdem sich jeder in seiner Familie eingerichtet und ausgeruht hatte, gab es sonntags erstmal Zeit mit der Gastfamilie, z.B. auf Skipiste und Rodelbahn oder im ortseigenen Jugendtreff.
Im Laufe der Woche unternahmen wir verschiedene Aktivitäten. Am Montag besuchten wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern den Musikunterricht, wo wir unter anderem auf traditionell finnischen Zupfinstrumenten spielten und finnische als auch englische Lieder sangen. Im Anschluss besprachen wir die Auswirkung verschiedener Musikarten auf Körper und Geist und kamen zu Ergebnissen wie beschleunigter Herzschlag bei schnellerer Musik wie z.B. Rock und Entspannung und niedriger Herzfrequenz bei ruhiger Musik. So kann Musik eine erhebliche Auswirkung auf das individuelle Wohlbefinden haben.
Am Dienstag spielten wir im gemeinsamen Sportunterricht Fußball und finnischen Baseball auf dem Feld und trafen uns nach dem Unterricht in der Schulküche, um Pizza zu backen. Danach verglichen wir die Saisonkalender mit regionalen Lebensmitteln von Finnland und Deutschland und nutzten diese Gelegenheit zur Besprechung gesunder Ernährung.
Die Interaktion mit den Rentieren, die wir an diesem Mittwoch auf einer Farm besuchten, rief unterschiedliche Empfindungen bei den Schülern hervor. Die Gefühle reichten von Glückseligkeit und innerer Ruhe bis hin zu Abneigung und Ungeduld. Nach dem tierischen Abenteuer machten wir uns auch auf den Weg zum Museum Siida in Inari, wo wir etwas über die indigene Bevölkerung Lapplands, Samen genannt, erfahren durften. Sie lebten sehr im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten und ernährten sich sehr regional. Ihre Lebensweise war dadurch stark entschleunigt.
Anschließend besuchten wir die Schule in Inari, aßen dort zu Mittag und besichtigten einen Teil der Schule, z.B. eine Art Reparaturwerkstatt. An dieser Schule gibt es u.a. einen Treffpunkt für Schüler, an dem sie auch nach Schulschluss Zeit verbringen können.
Von dort aus starteten wir eine Wanderung zur Stromschnelle, bei der wir mit Hilfe einer Brücke den Fluss überquerten.
Am Tag darauf liefen wir bei sehr niedrigen Temperaturen auf einen großen, gefrorenen See zum Eisangeln. Dies erwies sich als eine große Geduldsübung, der viele, auf Grund der Kälte, wenig standhalten konnten und sich in ein beheiztes Häuschen am See zurückzogen. Anderen gelang es dagegen sogar, kleine Fische zu angeln. Das war ein sehr meditativer Ausflug, den wir mit einer Grillrunde abschlossen.
Den Morgen unseres letzten Tages in Ivalo begannen wir mit Qi Gong – Achtsamkeitsübungen zum Stressabbau und zur Förderung geistiger Gesundheit. Hinterher besuchten wir eine Huskyfarm, auf der wir die positiven Auswirkungen der Interaktion mit diesen lebhaften, verspielten Tieren selbst erleben durften.
Enie Satter
